Sicherer Browser – Eine Alternative zu Safari

Jahrelang wurde Microsoft vorgeworfen, dass sie den Nutzern von Windows-Betriebssystemen kaum eine Möglichkeit bei der Wahl des Browser gelassen haben. Schließlich war der Internet Explorer tief im Windows-Betriebssystem verankert, startete schneller und lief stabiler als jede andere Browser-Alternative. Nur in puncto Sicherheit nahm es Microsoft nicht so genau, weswegen der Browser schnell bei vielen Anwendern auf der Abschussliste landete. Die anderen Browser waren zwar etwas schlechter in der Performance, dafür aber sicherer. Erst mehrere Gerichtsurteile später musste Microsoft klein bei geben und bei der Windows-Installation ausdrücklich darauf hinweisen, dass es auch andere Browser-Alternativen zum eigenen Internet Explorer gibt. Zudem übervorteilt Microsoft den eigenen Browser nicht mehr, so dass alle Browser mittlerweile gleich performant arbeiten.

Parallele Apple vs. Microsoft
Warum wir das Beispiel Microsoft an dieser Stelle aufgegriffen haben? Nun, wenn man ein Gerät mit iOS-Betriebssystem in Betrieb nimmt findet man auf dem Desktop oder Home-Screen direkt eine Anwendung mit dem Namen „Safari“, des Macs ureigenen Browser. Das es andere Alternativen gibt erfährt man allerdings nicht. Genau wie der Internet Explorer ist auch Safari schon vorinstalliert und ins System integriert. Doch anders als im Falle Microsoft scheint sich kaum ein iOS-Nutzer Gedanken über den bereits installierten Browser zu machen. Doch mittlerweile gibt es diverse App-Alternativen im AppStore. Kostenlose wie kostenpflichtige. Die Frage ist nun: Abgesehen von den großen (Safari, Chrome, Firefox, Internet Explorer, Opera), taugen die Unbekannten etwas und sind sie eine wirkliche und vor allem sichere Alternative? Denn nicht jeder No-Name-Browser ist gefahrlos zu empfehlen.


Der Browser weiß alles
Heutzutage benutzt man den Browser ja nicht mehr nur, um Websites anzuschauen. Heute finden eine Vielzahl digitaler Transaktionen und Einkäufe über den Browser statt. Man bestellt bei Amazon, erledigt Bankgeschäfte, verlängert das Word of Warcraft Abo oder spielt Pocket Games. All diese Transaktionen setzen ein Login und Passwort voraus. Damit kein Missbrauch der Daten stattfindet, muss der Browser sicherstellen, dass die eingegebenen Daten nur beim Empfänger ankommen und nicht auf Umwegen in die falschen Hände gelangen.
Wir sind also auf den Browser und dessen Hersteller angewiesen, dass unsere Daten tatsächlich auch dort ankommen, wo wir sie hin senden wollen und diese nicht etwa zwischen drin (Men in the Middle Attack) abgefangen, oder gar umgeleitet (Phishing) werden.

WebRoot Secure Browser – eine Safari-Alternative
Warum sich wahrscheinlich bei Safari niemand die Sorgen wie beim Internet Explorer macht, sind die nicht vorhandenen Sicherheitslücken. Dennoch: Je größer und bekannter ein Softwareprodukt wird, desto mehr steht es im Fokus der Hacker, die nach Hintertürchen suchen. Bei kleinen und unbekannten Programmen lohnt sich einfach der Aufwand des Hackens nicht, da im Erfolgsfalle einfach zu wenig relevante User die Software benutzen. Schafft man allerdings eine große Software zu hacken, kommt man im besten Fall an die Nutzerdaten von Millionen. Darum ist es nie verkehrt, nicht immer die bekanntesten, aber dennoch sicheren, Software-Anwendungen zu nutzen. So vermeidet man geschickt, im Fokus der Hacker zu stehen. Aus diesem Grund haben wir uns mal auf iTunes umgesehen, um eine Alternative zum Safari zu finden. Fündig geworden sind wir beim relativ unbekannten Webroot SecureWeb Browser. Neben dem gewohnten Tab-Browsing bietet Webroot SecureWeb einen umfassenden Schutz vor Phishing-Seiten und schädlicher Maleware. Ebenso übernimmt der Browser auf Wunsch eine verschlüsselte Passwort-Verwaltung.

Sicherheit geht vor
Doch egal wie sicher der Browser auch ist: Kopflos sollte man nicht im Internet agieren! Wer die gleichen Login-Daten und Passwörter bei verschiedenen Diensten und Anbietern nutzt, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann alle Daten abhandenkommen. Nach einem erfolgreichen Konto-Hack überprüft der Räuber wo dann alle Bestätigungs-E-Mails zu PayPal und verschiedenen Echtgeld-Spielkonten. Die Vergangenheit hat gezeigt: Gerade große Firmen sind häufig Opfer von Hack-Angriffen geworden, bei denen komplette User-Daten gestohlen wurden. Nutzt man die gleichen Daten nun überall, haben die Hacker einen Universalschlüssel für eine Vielzahl von Diensten.
Was man neben Browser, Virenscanner und Firewall noch zur Sicherheit eigener Daten- und Geldkonten im Internet machen kann findet man hier in einer schönen Übersicht.

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admin

Mitgründer von iPhone-Magazine.de und von der ersten Stunde an auch als Blogger dabei. Mehr Infos unter anderem auf Google+.

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